Bewegende Worte eines Zeitzeugen: Die 9. Klassen der EOSBS im Gespräch mit einem Buchenwald-Überlebenden

Geschichtsunterricht muss nicht immer im Klassenzimmer stattfinden. Vergangene Woche hatten unsere 9. Klässler Gelegenheit zu einer besonderen Begegnung: Wir gehörten zu den wenigen, die Andrei Iwanowitsch, einen Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald persönlich treffen durften. In der Dresdner Trinitatiskirche kamen wir dafür auf Einladung der Landesservicestelle Lernorte des Erinnerns und Gedenkens mit anderen Schulen aus ganz Sachsen zusammen. Im Anschluss an die Vorführung einer Dokumentation über das bewegte Leben von Herrn Iwanowitsch, konnten die Schüler ihre Fragen an den Zeitzeugen loswerden. Ein Jahrhundert Andrei Iwanowitsch, ein Jahrhundert Geschichte.

Alle Anwesenden waren beeindruckt vom Humor und der unbändigen Lebensfreude des Hundertjährigen, die er sich trotz des Grauens im Konzentrationslager und angesichts persönlicher Schicksalsschläge bewahrt hat. Trotz aller Betroffenheit, die seine Berichte auslösen, war es ihm wichtig mit einem ermunternden Appell zu enden: „Seid gut zueinander“ rief er allen zum Abschluss zu. Wir nehmen uns diesen Rat gerne zu Herzen.

Das Gespräch hat uns eindringlich gezeigt, wie wichtig Menschlichkeit und Verantwortung füreinander sind. Und es zeigte einmal mehr, wie unschätzbar wichtig die Erinnerungsarbeit Überlebender ist. Erst in der direkten Begegnung wird das Unbeschreibliche manchmal greifbarer. Wir können Herrn Iwanowitsch nicht genug dafür danken – versuchen es aber dennoch, indem wir seinem Beispiel für ein friedliches Miteinander folgen wollen. Wir wünschen viele weitere Lebensjahre!

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